Kirchenraum, Kloster Niederaltaich
Goldener Brunnen am Kloster Niederaltaich

Benediktinerabtei Niederaltaich

Schon ein Blick auf die gewaltigen Türme der Basilika und die Mauern des Benediktinerklosters lässt erahnen, dass dieses Kloster zu den ältesten und reichsten in Altbayern zählte.

Seine ruhmreiche Geschichte berichtet von dreizehn Heiligen und Seligen, drei Erzbischöfen und acht Bischöfen, die aus Niederaltaich hervorgegangen sind, von 51 Mönchen, die als Äbte in andere Klöster berufen wurden. Gegründet 731 (oder 741) von Herzog Odilo, besiedelt von Mönchen der Bodenseeinsel Reichenau, an den Altwassern der Donau und im Mündungsgebiet der Isar gelegen, mehrmals Bränden zum Opfer gefallen, stets durch Kriege und Donauhochwässer bedroht…

Die heutige Form entstand im Rahmen der Barockisierung (ca. 1720) unter Abt Joscio Hamberger. Besonders beeindruckend sind die Schnitzereien der Sakristei, des Orgelprospekts, des Chorgestühles, geschaffen von Bruder Pirmin Tobiaschu und die lichtdurchflutete Innenarchitektur der Basilika
(Baumeister Pawanger und Fischer). Von 1803 bis 1918 hat zwar das Kloster viele Werte verloren, wurde aber bei der Wiedergründung von einem „neuen“ Geist beseelt. Heute gibt die Abtei mit ihrem Ökumenischen Institut, dem „Kloster auf Zeit” und einer eigenen „Byzantinischen Dekanie“, in der
Besucher dem Gottesdienst nach dem östlichen Ritus beiwohnen können, Impulse weit über den Donauraum hinaus. Niederaltaich ist ein Kloster, das – mit einem Wort des Papstes – „mit beiden
Lungenflügeln atmet“. Vor rund 40 Jahren ist hier die Idee vom „Kloster auf Zeit“ geboren worden, die Chance für Männer jeder Konfession, zwei Wochen Einkehr zu üben und die innere Welt zu ordnen und zu klären.

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