Himmelbergschlösschen (Metten/Neuhausen)
Landratsamt Deggendorf - Ansicht Süden
Isarmündung mit Blick nach Deggendorf
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Frühes und Älteres Mittelalter (5. bis 10. Jahrhundert)

Lage eines römischen KastellsMit dem Ende der römischen Herrschaft im 5. Jahrhundert begannen sich neue Siedler im Land zu etablieren. Es handelte sich um Germanen verschiedenster Stämme, wie wir aus den in Gräbern gefundenen Beigaben und Trachtbestandteilen ableiten können. Sie kamen nicht in ein menschenleeres Land, sondern trafen auf zurück gebliebene romanisierte Einheimische oder aus dem Kernland des ehemaligen Imperiums stammende Römer. Aus diesem Bevölkerungsgemisch entstanden die Bajuwaren, deren früher so gesehene geschlossene Herkunft aus Böhmen inzwischen abzulehnen ist.

Die Neuankömmlinge errichteten zusammen mit den Einheimischen neue Siedlungen und bewirtschafteten das inzwischen dem in Regensburg residierenden Herzog als Rechtsnachfolger des Römischen Reiches gehörende Land. Herzogliche Schenkungen an die im 8. Jahrhundert gegründeten Klöster Metten und Niederaltaich bestätigen uns diese Rechtsverhältnisse.

Auch im Gemeindegebiet Stephansposching ist mit diesem historischen Vorgang zu rechnen, doch bieten uns hier die archäologischen Quellen wenig Anhaltspunkte für das frühe Mittelalter. Lediglich im Baugebiet „Geislingerfeld“, bei Fehmbach und in Uttenkofen kamen Gräber des 8. Jahrhunderts zutage, für das 5. bis 7. Jahrhundert fehlen uns vorerst jegliche Nachweise. Der Fund eines Reitergrabes in Uttenkofen hat aber besondere Bedeutung, weil der dort bestattete Mann mit der Sippe des Utto, dem Gründer des Klosters Metten, in Verbindung gebracht wird. Außerdem ist ein stark beraubter Grabhügel bei Steinfürth zu erwähnen, in dem eine bedeutendere Persönlichkeit des 8. Jahrhunderts bestattet war.

Im Gegensatz zum frühen Mittelalter besitzt Stephansposching zwei herausragende Denkmäler des älteren Mittelalters (9./10. Jahrhundert), nämlich die großen Befestigungen von Steinkirchen und Wischlburg, die hier genauer vorgestellt werden.

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