Himmelbergschlösschen (Metten/Neuhausen)
Landratsamt Deggendorf - Ansicht Süden
Isarmündung mit Blick nach Deggendorf
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Warum und wie wir anders denken müssen - erste Veranstaltung der dreiteiligen Veranstaltungsreihe ein voller Erfolg

17.11.2016 Warum und wie wir anders denken müssen- Dr. Markus Reimer zeigt Unternehmern aus Niederbayern wie Innovation klappt: Das Regionalmanagement Deggendorf hat unter dem Motto „Damit die Schätze kleben bleiben- vom Arbeitgeber zur Arbeitgebermarke“ eine Vortragsreihe mit Dr. Markus Reimer aufgestellt, bei der den heimischen Unternehmen neue Impulse, Gedanken und Ideen mit auf dem Weg zur ArbeitgeberMARKE gegeben werden. Die erste von insgesamt 3 Veranstaltungen fand jetzt im Schiffmeisterhaus statt...

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Dr. Markus Reimer

Stv. Landrat Roman Fischer nahm den Ball bereits bei der Begrüßung gekonnt auf: „Wie heißt es in Bayern? Des is a Markn! Das ist einer, der einfach unverwechselbar ist!“ Diesen Weg der Betriebe hin zur „Unverwechselbarkeit“ will der Landkreis mit der Veranstaltungsreihe aktiv begleiten.

Wie schaffe ich es, in meinem Unternehmen richtige „Fans“ als Mitarbeiter zu haben? Mit Witz, enormer Dynamik und guten Argumenten brachte Dr. Markus Reimer – eine Urgewalt als Vortagsredner - Firmeninhabern, Personalleitungen und leitenden Angestellten neue Denkweisen auf hohem Niveau - aber auch verständlicher Art und Weise näher.

Umdenken – anders denken – weiterdenken. Sich ausprobieren, vielleicht mal neue Wege gehen? So etwas funktioniert am besten mit Mitarbeitern, die hinter ihrer Firma stehen- die richtige Fans der Firma sind. Kreativität und Ideenreichtum können so zur Arbeitgebermarke führen. Durch ein „darfs a bissl mehr sein?“ Kunden (oder auch Mitarbeiter) binden, die sich schon auf den nächsten Kontakt freuen. Wie könnte das funktionieren? So erzählte er - auch aus eigenen Erlebnissen – und zeigte Wege hin zu einer echten „Marke“ auf.

Dabei ging er sowohl auf mögliche Innovationskiller, auf die richtige Basis für Innovation und als auch auf Innovations-Impulse ein. Ein Beispiel: Natürlich nimmt man es positiv auf, wenn man sein Auto zur Inspektion bringt und es anschließend sogar gereinigt zurückbekommt. Aber wie enttäuscht ist man, wenn das drei Mal der Fall war aber es beim 4. Mal nicht mehr so ist? Was denkt man da als Kunde- obwohl man kein Anrecht auf diese Leitung hat? Ist der Firma die Enttäuschung bewusst? Reimer sagt klar: „Das, was ihre Kunden heute begeistert, wird sie morgen nur noch zufriedenstellen und übermorgen bereits langweilen- - und genauso geht es ihren Mitarbeitern“.

3 Stunden wurde aufmerksam zugehört, es wurden viele Notizen gemacht und immer wieder zustimmend genickt. Dr. Reimer inspirierte seine Zuhörer zu neue Denkanstößen. Gekonnt kurbelte er durch bekannte Beispiele, gepaart mit eloquentem Sprachwitz an der Idee zum um- und weiterdenken. Oder sollte man auch mal ganz anders denken? „Denken sie an das Unmögliche! Wer hätte je gedacht das ein Uhrenhersteller auch Autos produzieren kann? Denke sie an das Gegenteil! Wenn man etwas nicht abwenden kann, kann man es sich dann vielleicht zum Nutzen machen? Denken sie an ihre Handlungsmuster. Schütteln sie einen Würfel wenn sie eine 1 brauchen genau so wild als wenn sie eine 6 brauchten?“, wurde der ein oder andere in seinem Handlungsmuster ertappt.

Dr. Reimer zeigte immer wieder auf, dass die Mitarbeiter die wichtigste Ressource in Unternehmen sind, dass Leader weitaus mehr bewegen können als „der Boss“, der sich präsentiert oder sich irgendwelche Sachen melden lässt. Leadership beinhaltet Mitwirkung. Für die Umsetzung sind Menschen wichtig, die positiv denken. Menschen die „strahlen“ sind in der Lage andere mitzureißen. Wer das sein kann machte er seinen Zuhörern genauso klar, wie die Meinung, dass positiv denkende Menschen motivieren. Das ist Fakt – so Reimer.

Beim abschließenden Workshop zeigte Markus Reimer, dass Ideen nicht grundsätzlich falsch sind. Zu den Begriffen „Place“, „Price“ und „Promotion“ sprudelten die Ideen der Teilnehmer nur so. Mit Begeisterung wurde diskutiert, Ideen gesammelt und zugeordnet. Diese Sammlung wird am 09. Februar bei der Folgeveranstaltung ebenso als Thema aufgegriffen, wie viele weitere Impulse für ein innovatives Unternehmen – oder solche die sich dorthin auf den Weg gemacht haben. 

Die Zeit verflog nur so und man merkte, dass Regionalmanager Herbert Altmann sowohl mit dem Thema als auch mit dem Referenten eine Punktlandung gelungen war. Ausbrechen aus dem Alltäglichen setzte er um, in dem er zur Vortragsreihe nicht nur Firmen aus dem eigenen Landkreis eingeladen hatte, sondern auf die Nachbarlandkreise Freyung-Grafenau, Regen, Straubing, Rottal-Inn und Passau ausdehnte. Die Veranstaltung war noch nicht zu Ende, wurden schon die ersten Anmeldungen für den zweiten Vortrag von Dr. Markus Reimer entgegengenommen. Bereits bei der Pause wurde deutlich, wie präsent dieses Thema in der heutigen Zeit ist. Rege Unterhaltungen kamen so zustande – Kontakte wurden geknüpft. Eine Teilnehmerin stellte klar fest, sich in den Beispielen wiederzuerkennen. So ging es wahrscheinlich vielen, wenn man nur an das Würfelbeispiel denkt. Manche werden sich auch schon dabei ertappt haben, sich einfach nicht entscheiden zu können. Bildlich zeigte Markus Reimer dies durch „Burdigans Esel“ auf, der durch seine Unentschlossenheit vor zwei identischen Haufen Getreide einfach verhungerte.

Wer sich das nächste Vortrags-Feuerwerk (am 09. Februar 2017) aus kreativen Denkanstößen, vermischt mit eloquenter Sprachfähigkeit nicht entgehen lassen möchte, kann sich jetzt schon einen Platz sichern. Anmeldungen nimmt das Regionalmanagement Deggendorf entgegen.

 

Kategorien: Landkreis, Wirtschaft & Regionalmanagement, Leben & Arbeiten

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