Landratsamt Deggendorf - Ansicht Süden
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Asambasilika in Altenmarkt, Stadt Osterhofen

Aktionswoche „Zuhause daheim“ - Bericht von den Aktionen des Sozialamtes

11.06.2019 Die vom Landkreis Deggendorf initiierte Veranstaltungsreihe im Zuge der Aktionswoche „Zu Hause daheim“ des Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales ist insgesamt auf ein reges Interesse gestoßen.

Banner - Aktionswoche „Zu Hause daheim“

Zu bemerken war, dass einige Bürgermeister/innen der Landkreisgemeinden den Weg in die Veranstaltungssäle gefunden hatten. Auch die gemeindlichen Seniorenbeauftragten fühlten sich von den Themen durchaus angesprochen und nahmen rege teil.

Eröffnet wurde die Veranstaltungsfolge durch den Sachvortrag von Dr. med. Jörg Cuno zum Thema „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung, kurz SAPV, – eine multidisziplinäre Herausforderung“. Wie sich in der Diskussion herausstellte, ist diese neue Einrichtung, ein Tochterunternehmen des DONAUISAR Klinikums, noch nicht allen Bevölkerungskreisen bekannt. Durch den sehr engagierten Vortrag konnte diese Wissenslücke geschlossen werden. Viele praktische Hinweise für den Fall, dass die ärztliche Kunst durch eine schwere Erkrankung an ihre Grenzen stößt, konnten dem interessierten Publikum vermittelt werden.

Am selben Tag referierte Marianne Simmerl von der Fachstelle für pflegende Angehörige zum Thema „Betreuung und Pflege daheim – Vorstellung der unterschiedlichen Unterstützungsangebote und Hilfen im Landkreis, Informationen zu den Leistungen der Pflegeversicherung“. In dem Mittelpunkt der praktischen Tipps wurde die Notwendigkeit eines qualifizierten Gutachtens gestellt. Aus diesem lassen sich dann viele Möglichkeiten ableiten, nämlich finanzielle Unterstützungen, wie Pflegegeld und Pflegesachleistungen

Nicht zu vergessen sind in diesem Zusammenhang auch die vorhandenen Hilfsmöglichkeiten, wie Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Unterstützung gibt es u.a. auch für die Finanzierung von benötigten Hilfsmitteln, wie z.B. Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel. Die Referentin wies darauf hin, dass die Fachstelle für pflegende Angehörige, Caritas Deggendorf, für jeden Rat- und Hilfesuchenden zur Verfügung steht (94469 Deggendorf, Pferdemarkt 20, Tel. 0991/3897-14/-35).

In einer weiteren Veranstaltung referierte Michael Döschl vom BRK Kreisverband Deggendorf im BRK-Josefsheim Plattling über "Wohn- und Unterstützungsangebote für ein selbstbestimmtes Leben im Alter". Döschl, der als Bereichsleiter Pflege und Abteilungsleiter Heim im BRK-Kreisverband Deggendorf über viele praktische Erfahrungen verfügt, gab einen umfassenden Überblick über Leistungsansprüche von Versicherten.

Er erläuterte auch das in den letzten Jahren sehr ausgeweitete Angebot an niederschwelligen örtlichen Unterstützungsangeboten. Angefangen vom Notruf, bei dem sich im Bedarfsfall sofort ein Helfer vor Ort einfindet, über die Tages-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, wobei bei der Tagespflege im Einzelfall auch ein Transport angeboten wird, bis hin zu Altenwohnheimen, oder Vollzeitpflege in Senioren- und Pflegeheimen wurde anschaulich dargestellt.

Seine Worte fanden bei den Zuhörern viel Zuspruch. Herausgearbeitet wurde insbesondere, dass die Tagespflege und die Verhinderungspflege im besonderen Maße die pflegenden Angehörigen im Pflegealltag entlasten soll. So kann es dank dieser Unterstützung auch, dass Angehörige weiter ihrer beruflichen Beschäftigung nachgehen können, oder sich einen wohlverdienten eigenen Urlaub gönnen können.

Positiv beim Wechsel des Umfeldes sind für die gepflegte Person auch die neuen Kontaktchancen.

Gesichtspunkte aus der täglichen Praxis wurden in der anschließenden Diskussion erörtert.

Die Veranstaltungsreihe wurde im Haus Maria Schutz abgeschlossen. Diese Einrichtung ist erst in den letzten Jahren in dem Gebäude des Müttergenesungsheims in Handlab entstanden, wobei sich umfangreiche Umbaumaßnahmen als erforderlich erwiesen. Das Konzept wurde von Monika Pilsl als Betreiberfamilie vorgestellt, wobei sie insbesondere auf ein sicheres Wohnen entsprechend den altersspezifischen Bedürfnissen mit sozialer Betreuung, hauswirtschaftlicher Hilfe und Pflege nach Bedarf wert legt.

Unterstützt wurde sie in ihrem Vortrag durch ihre Mutter, Berta Schulhauser, die zugleich als Seniorenbeauftragte der Gemeinde Iggensbach bestellt ist.

Pilsl stellte anschaulich dar, wie eine kleine mit Herzblut betriebene Einrichtung auf dem Lande vielfältige Möglichkeiten des Wohnens bis hin zu verschiedenen Arten des Betreuten Wohnens, je nach Art der körperlichen Defizite anbieten kann. Die zahlreich erschienenen Gäste zeigten sich von dem Vortrag und den in Anschluss besichtigten Wohneinheiten beeindruckt und angetan.

Zum Schluss des Vortags sprach stellvertretende Landrat Josef Färber den beiden Vortragenden seinen Dank für die interessanten Einblicke aus.

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